Die gängigen Verfahren
Einzelkommissionierung. Ein Auftrag wird von Anfang bis Ende abgearbeitet. Simpel und fehlerarm, aber mit viel Laufweg pro Sendung — sinnvoll bei geringen Stückzahlen oder sehr unterschiedlichen Aufträgen.
Sammelkommissionierung (Batch-Picking). Mehrere Aufträge werden in einem Rundgang gepickt und erst danach auf die einzelnen Sendungen verteilt. Deutlich weniger Laufweg, dafür ein zusätzlicher Sortierschritt. Der Standard bei vielen kleinen B2C-Bestellungen.
Zonenkommissionierung. Das Lager ist in Bereiche geteilt, jede Person bearbeitet ihre Zone. Die Teile eines Auftrags kommen am Packplatz zusammen. Lohnt sich in großen Lagern mit vielen SKUs.
Woher die Fehler kommen
Fast alle Pickfehler haben eine von drei Ursachen: verwechselte Varianten, falsche Menge, falscher Lagerplatz. Bei Mode mit vielen Größen und Farben passiert das schneller als bei Einzelartikeln.
Der wirksamste Gegenmechanismus ist das Scannen. Das WMS führt zum Lagerplatz, der Scan des Artikels bestätigt, dass es der richtige ist, und die Menge wird gegengeprüft. Was nicht passt, lässt sich gar nicht erst abschließen.
Was du als Shop beeinflussen kannst
- ▸Eindeutige SKUs je Variante — Größen und Farben sauber getrennt
- ▸Eindeutige Etikettierung ab Lieferant, damit im Lager nichts interpretiert werden muss
- ▸Klare Produktbezeichnungen, die sich auch bei ähnlichen Varianten unterscheiden
- ▸Realistische Bestände, damit keine Aufträge in Pickliste und Leere gleichzeitig laufen
Je sauberer diese Grundlagen sind, desto schneller ist der Weg vom Auftrag bis zum Cut-off.
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