Was ein 3PL konkret übernimmt
Ein 3PL ist der operative Arm deines Shops. Die Ware liegt physisch beim Dienstleister, der komplette Weg vom Wareneingang bis zur Zustellung läuft dort ab:
- ▸Wareneingang — Anlieferung annehmen, prüfen, erfassen, einlagern
- ▸Lagerung — feste Lagerplätze, Bestandsführung im WMS
- ▸Kommissionierung und Verpackung — der klassische Pick & Pack
- ▸Versand — Label, Übergabe an den Carrier, Track & Trace
- ▸Retouren — Rücksendung prüfen, aufbereiten, wieder verkaufsfähig einlagern
Der Unterschied zu 1PL, 2PL und 4PL
Die Zahl beschreibt, wie viel Logistik ausgelagert ist. Bei 1PL machst du alles selbst, bei 2PL kaufst du nur eine Einzelleistung ein — typischerweise den reinen Transport per Paketdienst. Beim 3PL wandert das komplette Fulfillment nach außen, inklusive Lager und Abwicklung. Ein 4PL geht noch einen Schritt weiter und steuert als Generalunternehmer mehrere Logistikpartner, ohne selbst ein Lager zu betreiben.
Für die meisten D2C-Marken und Online-Shops ist 3PL der praktikable Punkt: genug Auslagerung, um wieder Zeit für Produkt und Marketing zu haben, ohne die Kontrolle über die eigenen Bestände zu verlieren.
Woran du einen passenden 3PL erkennst
Anbindung an deine Systeme. Bestellungen sollten automatisch ankommen und Tracking-Daten automatisch zurückfließen — nicht per CSV-Datei und Handarbeit.
Transparenz beim Bestand. Du musst jederzeit sehen können, was tatsächlich im Lager liegt, sonst verkaufst du dich über.
Passung zur Ware. Ein Lager, das Kosmetik nach FEFO führt, arbeitet anders als eines für Mode mit vielen Größen und SKUs. Frag konkret nach deiner Warengruppe.
Erreichbarkeit. Wenn etwas schiefgeht, entscheidet die Reaktionszeit darüber, ob deine Kund:innen es überhaupt merken.
Zuletzt aktualisiert: · Zurück zum Logistik-Lexikon