Die Schritte im Überblick
Fulfillment beginnt, bevor die erste Bestellung eingeht, und endet nach der Retoure.
- 01Wareneingang — Anlieferung annehmen, prüfen, erfassen
- 02Einlagerung — feste Lagerplätze, Bestandsführung nach FIFO oder FEFO
- 03Auftragseingang — Bestellungen aus Shop und Marktplätzen laufen ins WMS
- 04Pick & Pack — Artikel entnehmen, prüfen, versandfertig verpacken
- 05Versand — Label, Übergabe an den Carrier, Track & Trace
- 06Retouren — prüfen, aufbereiten, wieder verkaufsfähig einlagern
Warum „Versand" zu kurz greift
Viele Shops rechnen Fulfillment gedanklich als Porto. Der größere Teil des Aufwands steckt aber in allem, was drumherum passiert: Bestände pflegen, Verpackung disponieren, Rückfragen beantworten, Retouren bewerten, Marktplatz-Vorgaben einhalten. Diese Arbeit fällt an, ob sie jemand misst oder nicht.
Genau deshalb ist Fulfillment auch kein reines Kostenthema. Ein zuverlässiger Ablauf mit klarem Cut-off und automatischem Tracking senkt Support-Aufkommen und Retourenquote — beides wirkt direkt auf den Deckungsbeitrag.
Selbst machen oder auslagern
Selbst sinnvoll, solange die Stückzahlen klein sind, das Produkt sehr erklärungsbedürftig ist oder die Verpackung ein zentraler Teil des Markenerlebnisses bleiben soll, den niemand sonst so hinbekommt.
Auslagern sinnvoll, sobald der Versand planbar wiederkehrend ist und dich vom Wachstum abhält — oder wenn Spitzen (Aktionen, Saison, Kooperationen) allein nicht mehr abzufangen sind. Der übliche Weg dorthin ist ein 3PL.
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