MHD, Verbrauchsdatum und PAO
Drei Angaben werden im Alltag oft vermischt:
- ▸MHD — „mindestens haltbar bis". Das Produkt behält bis dahin Geschmack, Konsistenz und Wirkung. Danach ist es nicht automatisch verdorben.
- ▸Verbrauchsdatum — „zu verbrauchen bis". Gilt für leicht verderbliche Lebensmittel und ist eine harte Grenze.
- ▸PAO (Period After Opening) — bei Kosmetik das offene Tiegel-Symbol mit Monatsangabe: haltbar nach dem Öffnen.
Fürs Lager ist entscheidend, welches Datum den Verkauf begrenzt — und dass es beim Wareneingang erfasst wird.
Restlaufzeit ist wichtiger als das Datum selbst
Marktplätze und Geschäftskund:innen verlangen in der Regel eine Mindest-Restlaufzeit bei Zustellung. Ware, die formal noch haltbar ist, kann damit trotzdem unverkäuflich sein, wenn die verbleibende Frist zu kurz ist.
Deshalb ist die relevante Kennzahl nicht das MHD, sondern die Restlaufzeit im aktuellen Bestand. Sie beantwortet die eigentliche Frage: Wie viele Einheiten kann ich in den nächsten Wochen tatsächlich noch regulär verkaufen?
So bleibt das MHD beherrschbar
Beim Wareneingang erfassen — je Charge, nicht pauschal je Artikel.
Nach FEFO kommissionieren, damit die kürzeste Restlaufzeit zuerst geht.
Früh reagieren. Ware mit knapper Restlaufzeit lässt sich als Aktion, Bundle oder Beigabe noch sinnvoll bewegen. Wer erst kurz vor Ablauf hinschaut, hat nur noch die Abschreibung als Option.
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